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Handicap & Hilfe

Dank meines Skate-Unfalls am Pfingstmontag trage ich ja nun für einige Tage eine Schiene und ich kann euch sagen, mit nur einem Arm ist man ja sowas von gehandicapt. Es fängt ja schon beim Morgen an, das Aufstehen dauert Ewigkeiten, weil man kaum hochkommt – naja hier kommt noch dazu, dass ich aufgrund des verbundenen Knies noch unbeweglicher bin. Die Morgentoilette mit Pipi, Waschen, Zähneputzen etc. ist auch nicht ohne. Und Allgemein bei Tätigkeiten in der Wohnung ist man entweder total langsam oder auf Hilfe angewiesen, wie z.B. Tisch abräumen und Sachen aufheben, die runtergefallen sind. Die erste Nacht war auch sehr furchtbar, weil ich nur auf dem Rücken liegen konnte und sofern ich den Arm etwas bewegte, schmerzte es höllisch, dass ich teilweise sogar weinte. Diese Nacht hatte ich zum Glück nicht mehr solchen Schmerzen, ich kann den Arm etwas besser bewegen und ich konnte sogar etwas auf der Seite schlafen. *.* Es wird also…

Gestern musste ich zur Nachkontrolle und bin ich vom Bahnhof zum Krankenhaus mit dem Taxi gefahren. Der Taxifahrer hielt mir sehr freundlich die Tür auf, schloss sie für mich, erkundigte sich, was passiert sei und ob ich große Schmerzen habe und rannte beim Aussteigen ganz schnell auf meine Seite um mir die Tür aufzualten und mir zu helfen. Das fand ich wirklich nett von ihm und sehe diesen Service nicht als typisch für alle Taxifahrer. Als ich mir gestern ne Cola kaufte, bat mir die Kassiererin an sich das Geld selber aus meinem Portmonee raussuchen, weil ich es irgendwie nicht hinbekam. Und später als ich sie öffnen wollte, sah eine Frau, die 2 Plätze weiter saß, meine Hilflosigkeit und bot mir ihre Hilfe an. Beim Warten auf den Zug wird man auch oft angespochen oder man erhält bemitleidende Blicke. Meine lieben Schaffner fragten ebenfalls besorgt, was denn passiert sei. Hach, so viele nette Menschen. Ich war wirklich überrascht, dass es doch noch so hilfsbereite Menschen gibt.

Ich selber bin auch sehr hilfsbereit, helfe beim Kinderwagen hoch- und runtertragen, trage für ältere Leute den Koffer aus dem Zug und begleite sie manchmal auch bis zu ihrem Gleis. Ich halte für Leute auf Krücken die Tür auf und spreche Leute an, denen die Fragezeichen im Gesicht stehen, ob ich ihnen helfen kann und beantworte Touri-Fragen im Zug! Ich dachte, dass ich da zu einer sehr seltenen Spezies gehöre, aber gestern habe ich wirklich viele nette, besorgte und helfende Leute gesehen. Das hat mich wirklich sehr (positiv) überrascht. Ist die Welt doch nicht so schlecht wie alle glauben?

 

Autor: Uli

Ich bin Uli, eine Hansestädterin mit der Leidenschaft für Wasser. Diese Leidenschaft möchte ich gern zu meinem Beruf machen und studiere nach Landschaftsökologie & Naturschutz (Bachelor) nun Biodiversität & Ökologie (Master) mit der Spezialisierung auf Gewässerökologie. =) Ihr erfahrt hier vieles über mich, mein Leben und was mich so bewegt! Begleitet mich auch auf den sozialen Netzwerken: Twitter | Facebook | Instagram | Google+ | Flickr | YouTube | Pinterest | Foursquare

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