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Ernster Ton in der Blogosphäre

Was ist nur los in der Blogosphäre? Es werden zur Zeit sehr ernste Artikel geschrieben, die von Krankheit, Tod und leidenden Vorbildern handeln. Nach Marc, dem Ostwestf4len, der vom Tod einer lieben Herzens-Tante und der Krankheit eines Bekannten in seinem Artikel Genieße das Leben – solange du kannst geschrieben hat, folgte jetzt auch Jens mit dem ernsten Artikel „Tage, die man im Kalender am liebsten Streiche möchte„, bei dem es um seinen Vater geht, der nach einer OP noch im Krankenhaus liegt.

Ich war gerade dabei bei Jens zu kommentieren und merkte, dass der Kommentar ziemlich lang wird, daher jetzt der eigene Artikel in Bezug auf beide Artikel:

Ich denke, jeder hatte schon eine dieser Momente. Wenn die Eltern, die einen sonst beschützen und für einen immer stark erscheinen, plötzlich im Krankenhaus liegen und hilflos sind bzw. es ihnen einfach nicht gut geht und sie auf unsere Hilfe angewiesen sind. Mein Vater lag bereits mit einem geplatzten Magengeschwür im Krankenhaus, war wohl alles nicht so schlimm und er hat sich schnell erholt, aber ihn so hilflos im Krankenhaus zu sehen, ist schon echt hart. Schlimmer war´s dann noch dieses Jahr nach einer Leistenbruch-OP konnt er fast nur liegen – da waren die Schmerzen am geringsten – und war auf die Hilfe meiner Brüder und mir angewiesen. Mittlerweile gehts wieder. Dabei ist so ne Leistenbruch-OP schon ne „einfache“ OP, aber mein Vater war 9 oder 10 Wochen damit krank  geschrieben und war dann noch nicht soooo richtig fit.

Am schlimmsten fand ich es allerdings vor 5 Jahren meinen von der Chemo strapazierten Opa zu sehen. In schlechten Momenten hat er nicht mal meinen Vater erkannt, er sah immer kranker und blasser aus. Ich habe mich irgendwann geweigert ihn zu besuchen, weil ich ihn nicht sooo sehen wollte. Ich wollte ihn im Kopf als den coolsten Opa der Welt behalten – stark, schlau und lieb. Ich hab noch nie soviel geheult wie auf seiner Beerdigung und wein auch jetzt noch, wenn ich daran denke, dass er viel zu früh gestorben ist.

Heute vor 2 Jahren haben wir meine Oma beerdigt – auch großes Geheule, vor allem, wenn man da alle Onkel und Tanten und die älteren Cousins ebenfalls mit Tränen sieht. Aber gerade dann fühlt man sich nicht mehr so schwach, weil man sieht, dass es den anderen genauso geht!

Ich will hier jetzt auch kein Trübsal blasen, nur den Jungs zeigen, dass sie nicht allein mit solchen Situationen da stehen, jeder stand schon selbst in einer solchen Situation und ja, es geht trotzdem weiter. Ich möchte Jens und Marc jetzt  auch einfach noch mal zitieren, weil sie echt schöne Worte zum Abschluss gefunden haben!

Jens: Jeden Tag geht die Sonne wieder auf und mit jedem Tag hat man eine neue Chance den Tag schön zu gestalten.

Marc: Lebe bewusst und intensiv – immer in dem Wissen, dass das Leben ein Geschenk ist. Genieße das Leben – solange Du kannst. Morgen kann es schon vorüber sein.

Autor: Uli

Ich bin Uli, eine Hansestädterin mit der Leidenschaft für Wasser. Diese Leidenschaft möchte ich gern zu meinem Beruf machen und studiere nach Landschaftsökologie & Naturschutz (Bachelor) nun Biodiversität & Ökologie (Master) mit der Spezialisierung auf Gewässerökologie. =) Ihr erfahrt hier vieles über mich, mein Leben und was mich so bewegt! Begleitet mich auch auf den sozialen Netzwerken: Twitter | Facebook | Instagram | Google+ | Flickr | YouTube | Pinterest | Foursquare

3 Kommentare

  1. Danke für diese schönen Zeilen, liebe Uli…

    Bei mir war die schlimmste Zeit 1997/1998 als ich innerhalb von einem Jahr meinen Uropa und meinen Vater verloren hatte. Grade nach dem mein Vater nicht mehr da war, hat sich alles so krass verändert…

    Man sollte das Leben genießen, wo es eben geht!

    Liebe Grüße,

    Stefan

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