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Downhill! Ist das überhaupt was für mich?

Mein Freund ist begeisterter MTBler. Also er fährt am liebsten mit seinem Fully die Berge runter, quer durch den Wald, wo enge Wege von freiliegenden Baumwurzeln durchzogen sind.

Vor 3 Jahren haben wir mir auch ein Mountainbike (Bulls Copperhead 2 Disc) gekauft, was ich aber eher für Radtouren auf der Waldautobahn (sehr breiter befestigter Waldweg) genutzt habe. Eigentlich hatte mein Freund immer vor Augen, dass ich mit ihm gemeinsam die Berge runterprügel und ich dabei genauso viel Spaß habe wie er. Gestern wollte er mir ein paar Basics zeigen und mit mir den Hochuferweg testen. Er kennt die Strecke, ich bin sie erst einmal vor 2 Jahren gefahren, wobei gefahren zuviel des Guten wäre, ich schob meistens das Rad.^^ Vorher zog er auf meinem MTB noch ndere Reifen auf. Die Straßenbereifung kam runter und ich erhielt wieder meine Stollenreifen, vorne Nobby Nic und hinten Racing Ralph (das sind Reifen von Schwalbe).

Um den Berg leichter hoch zu kommen, stellte Eric meinen Sattel tiefer, damit ich auch mal aus dem Sattel komm. Danach ging das schon viel besser, ebenso wie das „an leichten Schrägen anfahren“, was ich vorher echt nicht hinbekommen hab. Die Anstiege habe ich dann nur nicht mehr gepackt, wenn es mir zu steil wurde oder ich mich verschalten hab. Während mein Freund die Abfahrten nur so hinunter raste und über jede Wurzel mit seinem vollgefederten Canyon flog, bremste ich teils sehr ängstlich, um über mein Hardtail (nur vorne gefedert) Kontrolle zu behalten. Als ich mal etwas flotter nen Abstieg hinunterfuhr, falsch bremste und dann eine Kurve nicht bekam, flog ich vorn über über eine 20 cm hohe Wurzel. Es war nicht mein erster Überschlag mit dem Rad, außerdem trug ich einen Helm und hab mich gut abgerollt, so dass ich gleich aufstehen und weiterfahren konnte. Lediglich mein linkes Bein hat etwas abbekommen. Nen 3-4 cm großer, geschwollener Blauer Fleck ziert nun vorerst mein unteres Schienbein.

Bis zu dem Sturz nutzte ich die Runtastic App um die Strecke aufzuzeichnen, verlor beim Sturz allerdings mein iPhone, was nach dem Wiederfinden in der schließbaren Hosentasche meines Freundes gelangte. Ich überlege schon etwas länger über eine iPhone-Halterung.^^

Unsere Räder bei der ehemaligen Waldhalle

Unsere Räder bei der ehemaligen Waldhalle

Danach ging es noch bis Höhe ehemalige Waldhalle den Hochuferweg entlang – jetzt weiß ich auch, warum der Weg eigentlich für Radfahrer gesperrt ist und nur als Wanderweg ausgeschildert ist. Der Weg ist für normale Radfahrer absolut nix. Nur hartgesottene MTBler schaffen diesen Parcour. Die Wanderer, die uns während des Weges begegneten, waren alle sehr freundlich, machten uns Platz und wünschten eine gute Fahrt oder warnten uns vor den vielen steilen Ab- und Anstiegen. Es wunderte mich, dass sich niemand beschwerte, weil ja wie gesagt, eigentlich das Radfahren verboten sei.

Von der Waldhalle ging es dann Richtung Waldautobahn und unserer Lieblingsraststätte, dem Schwarzen See! Hier halten wir eigentlich auf jeder Tour. Dort ist es wirklich wunderschön. Im Sommer kann man dort auch die Fische vom Steg aus sehen und wenn man Glück hat, kann man die Hechte beim Jagen beobachten. Man sollte aber stets beachten, dass der Wald, die Granitz, sich im Biosphärenreservat Südost-Rügen befindet und der Schwarze See eine Kernzone bildet.

Über die Waldautobahn ist man ruckzuck wieder in Binz, die Anstiege hier sind durchaus auch mit Citybikes und anderen Modellen gut zu bewältigen.

Dies war unsere Strecke. Die fette rote Linie mit km-Anzeige ist von der Runtastic-App, danach habe ich die Strecke selber nachgezeichnet.

Nun stelle ich mir aber die Frage, ob Downhill überhaupt was für mich ist!? Klar, ich bin sehr stolz auf mich, wenn ich son Anstieg komplett hochgestrampelt bin und auch die Abfahrten machen Spaß, ab und zu mal eine Wurzel ist auch kein Problem, aber wenn eine Abfahrt aus Wurzelgeflecht und engen Kurven bestehen, macht mir das nicht mehr so viel Spaß, weil dann ist die Angst einen Fehler zu machen und zu stürzen größer. Das hab ich gestern auch so meinem Freund gesagt, ich muss ja schließlich nicht jedes Hobby mit ihm teilen, aber er meinte, ich habe mich gar nicht sooooo schlecht angestellt und das es bei mir nur am Training liege, die Grundzüge seien schon vorhanden. Wir werden es noch ein paar mal testen, wenn ich dann immer noch nicht so viel Spaß am Downhill (Freeride?) habe, werde ich wohl wieder auf nur einfache Radtouren umsteigen und lasse ihn allein im Wald spielen.^^

Autor: Uli

Ich bin Uli, eine Hansestädterin mit der Leidenschaft für Wasser. Diese Leidenschaft möchte ich gern zu meinem Beruf machen und studiere nach Landschaftsökologie & Naturschutz (Bachelor) nun Biodiversität & Ökologie (Master) mit der Spezialisierung auf Gewässerökologie. =) Ihr erfahrt hier vieles über mich, mein Leben und was mich so bewegt! Begleitet mich auch auf den sozialen Netzwerken: Twitter | Facebook | Instagram | Google+ | Flickr | YouTube | Pinterest | Foursquare

2 Kommentare

  1. Downhill würde ich heute ohne Fully nicht mehr machen. Aber Respekt, dass du dich daran getraut hast. Mein „schlimmstes“ Erlebnis war mal ein Sturz bei dem ich mit dem Kopf ein paar cm neben einem Ast aufgeschlagen bin, dass hätte auch ins Auge gehen können. Auf Teneriffa bin ich mit dem MTB über Vulkangestein „geknallt“ als könnte mir nichts passieren, heute habe ich hier „Respekt“ vorm kleinsten Hügel. Was für ein iPhone hast du?

    Antworten
    • Es gibt auch ein kurzes Video, wie mein Freund mich gefilmt hat, aber das sieht sehr langsam aus!^^

      ich darf das iPhone 4 mein Eigen nennen!

      Antworten

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