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Gesponsorten Kontent auch als solchen deklarieren

Bei Robert Basic las ich, dass Blogger dem Telemediengesetz unterliegen und demnach gerade bei Werbe-Posts klaren Richtlinien unterstehen. Das war mir bisher so nicht klar. Ich dachte bisher, dass die Deklaration als gesponsorter Link/Text eher ein Etikett statt Gesetz wäre. Nun bin ich schlauer und werde in Zukunft alle gesponsorten Artikel als solche kennzeichnen.

Hier ein kurzer Auszug aus dem Telemediengesetz (Quelle: Gesetze im Internet):

§ 6 Besondere Informationspflichten bei kommerziellen Kommunikationen
(1) Diensteanbieter haben bei kommerziellen Kommunikationen, die Telemedien oder Bestandteile von Telemedien sind, mindestens die folgenden Voraussetzungen zu beachten:
1. Kommerzielle Kommunikationen müssen klar als solche zu erkennen sein.
2. Die natürliche oder juristische Person, in deren Auftrag kommerzielle Kommunikationen erfolgen, muss klar identifizierbar sein.
3. Angebote zur Verkaufsförderung wie Preisnachlässe, Zugaben und Geschenke müssen klar als solche erkennbar sein, und die Bedingungen für ihre Inanspruchnahme müssen leicht zugänglich sein sowie klar und unzweideutig angegeben werden.
4. Preisausschreiben oder Gewinnspiele mit Werbecharakter müssen klar als solche erkennbar und die Teilnahmebedingungen leicht zugänglich sein sowie klar und unzweideutig angegeben werden.

Widersetzt man sich dem Gesetz, kann man ein Bußgeld von 50.000€ aufgebrummt bekommen. Dieses Risiko möchte ich nicht eingehen und sagte daraufhin auch einer Firma ab, die mir statt der Deklaration anbot einen gekauften Artikel als „Gastbeitrag“ zu kennzeichnen. Ich schrieb, „Im Falle vom Telemediengesetz würden solche Firmen [, die die Kennzeichnungen nicht möchten] den Blogger zur Gesetzeswidrigkeit auffordern. FirmaXY sollte dies bzgl. seiner Zusammenarbeit mit Bloggern überdenken, um als seriöser Partner für die Blogosphäre zu gelten“. Ich bat meinem Ansprechpartner, die Mail an die Geschäftsleitung weiterzuleiten.

Wenn ich überhaupt eine Antwort bekomme, wird diese wohl die Beendigung der Geschäftsbeziehungen beinhalten. Klar tut das meinem Kontostand weh, denn die haben gut gezahlt, aber das wiegt nicht das Risiko auf, doch mal „gerupft“ zu werden.

Autor: Uli

Ich bin Uli, eine Hansestädterin mit der Leidenschaft für Wasser. Diese Leidenschaft möchte ich gern zu meinem Beruf machen und studiere nach Landschaftsökologie & Naturschutz (Bachelor) nun Biodiversität & Ökologie (Master) mit der Spezialisierung auf Gewässerökologie. =) Ihr erfahrt hier vieles über mich, mein Leben und was mich so bewegt! Begleitet mich auch auf den sozialen Netzwerken: Twitter | Facebook | Instagram | Google+ | Flickr | YouTube | Pinterest | Foursquare

5 Kommentare

  1. Vor allem sollte man, wenn man seinen Blog kommerziell nutzen will und Geld fliest, auch mal über einen Gewerbeschein etc. nachdenken. Thomas von Nicht Spurlos hat da vor kurzem mal seine Erfahrungen niedergeschrieben und einige Dinge geklärt, die als Missverständnisse durch die Landschaft geistern.

    Ich denke… die Firma, die dich angeschrieben hat, kenne ich… :D.

    Antworten

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