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Kommentar zu: Nachdenken zum Jahreswechsel – Haben wir Einfluss auf unseren Lohn?

Bei With Pleasure wurde ein interessanter Artikel zum Thema Bezahlung online gestellt. Der Autor Frank Rösch greift hier vor allem die These auf, dass wir selbst dafür verantwortlich sind, ob wir ausgebeutet werden oder angemessen entlohnt werden. Hierbei spielt es keine Rolle, ob man einen Minijob hat, Vollzeit angestellt ist oder selbstständig tätig ist.

Genau dieses Thema wurde letztens auf einer Stralsunder Facebook-Seite diskutiert. Aufhänger dafür ist folgendes Werbeplakat:

Viele machen sich lustig über die Kampagne Deutschlands Sonnendeck, da Fachkräfte an die Ostsee gelockt werden, obwohl MV mit die höchste Arbeitslosenquote hat. Klar, sind nicht alle Arbeitslose auch gleich Fachkräfte, aber man könnte vieles dafür tun, dass eben diese Arbeitslosen teils zu den gesuchten Fachkräften werden. Allerdings ging es bei der Diskussion – wie so oft – ums Geld. Genauer gesagt um die geringen Löhne, die hier in MV gezahlt werden. Ich in aber der Meinung, dass man selbst etwas dazu beitragen kann, eben nicht bei einer 40-Stunden-Woche plus unbezahlter Überstunden mit 800€ netto im Monat nach Hause zu gehen. Und zwar muss man verhandeln. Wenn hier die Fachkräfte gesucht werden, dann möchte ich doch auch für meine Tätigkeit als Fachkraft angemessen bezahlt bekommen. Und wenn der Arbeitgeber dies nicht mitmacht, geh ich eben zur Konkurrenz. Doch dieses Denken ist hier in MV noch nicht ganz angekommen, daher gehen hier echt Leute für 4€ die Stunde arbeiten und müssen dann teils noch Hartz IV beantragen, um überhaupt leben zu können.

Ich kann aber auch die Unternehmen verstehen, dass die die Löhne nicht erhöhen, sofern die solche Leute finden, die für 4€ arbeiten gehen. Wenn der Druck durch die Arbeitnehmer nicht verstärkt wird, wird sich hier in der Region an den Löhnen auch nichts ändern.

Doch in der Diskussion zeigte sich, dass eben dieses Denken noch nicht bei den Leuten angekommen ist. Ich hoffe, die Kampagne bringt einen gewissen Erfolg und wie Frank es schon in seinem Artikel schrieb, dass der Jahreswechsel den Anstoß gibt, über sich, sein Leben und seine Pläne nachdenkt.

 

Autor: Uli

Ich bin Uli, eine Hansestädterin mit der Leidenschaft für Wasser. Diese Leidenschaft möchte ich gern zu meinem Beruf machen und studiere nach Landschaftsökologie & Naturschutz (Bachelor) nun Biodiversität & Ökologie (Master) mit der Spezialisierung auf Gewässerökologie. =) Ihr erfahrt hier vieles über mich, mein Leben und was mich so bewegt! Begleitet mich auch auf den sozialen Netzwerken: Twitter | Facebook | Instagram | Google+ | Flickr | YouTube | Pinterest | Foursquare

2 Kommentare

  1. Aus meiner Sicht gibt es kein Fachkräftemangel, alles nur Gewäsch der uns seit Jahren vorgegaukelt wird. Es gibt immer mehr Abiturienten und immer mehr junge Leute die sich für ein Studium entscheiden und damit wohl bestens ausgebildet seit sollten.

    Es ist aus deiner Sicht auch einfach dahingesagt, dass man sich eine andere Firma suchen soll, wenn man mit den angebotenen Gehältern nicht zufrieden ist. Sicher wir zwei sind noch Jung und ungebunden, aber stell dir vor du bist 45 und hast Familie die sich in der Region eingelebt haben oder ggf. selbst dort arbeiten, dann ist ein Wechsel in eine andere Stadt deutlich schwieriger.

    Ich denke eine Gesetzgebung muss her, die das Problem löst, da der Markt es nicht von selbst tut.
    Maik_Wi bloggte vor kurzem Ich habe ein neues Carrier Logo.My Profile

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