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Thailand 2013 | Tag 2 – Bangkok und seine Tempel

Banyan TreeDer zweite Tag begang mit einem luxuriösem Frühstücksbüfett in der Lounge des Banyan Tree (links auf dem Bild seht ihr das Banyan Tree – der höhere Teil des Gebäudekomplex). Allerdings war es dort sehr kalt. Ich zog mir im Hotel meistens eine dünne Jacke über, die ich draußen bei über 30 Grad wieder auszog. Ich versteh einfach nicht, warum die die Räume immer so derbe runterkühlen. Auf dem Hinflug habe ich mich deswegen auch leicht erkältet. Naja egal.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir vorher keine Gedanken gemacht habe, was ich in Bangkok überhaupt sehen möchte. Mein Freund war hier der Organisator. Wir ließen uns vom Concierge ein Taxi rufen, denn es sollte als erstes zum Königpalast gehen. In Thailand muss man wirklich aufpassen, sie versuchen dich überall abzuziehen. Zum Beispiel sollte man oft auch vorher einen Preis mit dem Taxifahrer vereinbaren bzw. wirklich das Taximeter laufen lassen. Man sollte auch aufpassen, wenn man angequatscht wird, denn die wollen einem dann immer irgendwas verkaufen oder da hinbringen, wo man gar nicht hinmöchte. Dank Thaiminator wussten wir das alles, sind aber doch drauf reingefallen. :p Denn direkt vor dem Königspalast wurden wir von einem Mann vollgequatscht, der uns fragte, woher wir kommen und er erzählte uns irgendwas davon, dass er Lehrer sei und erzählte so allerhand, dass wir doch erst ein paar andere Sehenswürdigkeiten sehen sollten, bevor wir in den Königspalast gehen. Und dann saßen wir auch schon in einem Tuk Tuk und erhielten eine besondere Stadtrundfahrt mit diversen Pausen an verschiedenen Sehenswürdigkeiten.

Unser Tuk Tuk Fahrer
typisches Tuk Tuk

Golden Mount

IMG_0074Der Golden Mount ist eine heilige Stätte. Auf einem Berg ist ein großer Tempel mit einer golden verzierten – ich nenne es mal -Kuppel. Von der Plattform hat man einen 360° Blick über Bangkok. Allerdings ist das, was nicht Tempel ist, meistens auch eher grau und trostlos. Neben dem Golden Mount war noch eine benachbarte Tempelanlage, ich glaub, das gehörte zusammen. Man sieht vor allem viel Gold und viel Buddha. Aber der Buddhismus ist für mich die sympathischteste Religion. Von daher konnte ich mich daran kaum satt sehen.

Eric meinte immer, ich solle die Treppen langsam gehen, wegen der hohen Luftfeuchtigkeit, aber ich fand, mir hat das irgendwie nichts ausgemacht.

Und noch mal zum „Bequatschen und Abziehen“: Unser Tuk Tuk Fahrer wartete die Zeit auf uns, aber als wir kamen, wollte er noch mal fix zu Buddha zum Beten. Kein Problem. Aber als er weg war, kam ein anderer Thai, der uns erzählte, er sei Arzt und war auch schon in Köln und hat uns was von guten Shoppingmöglichkeiten in Bangkok erzählt. Gerade Schneidereien seien ja sehr günstig. Kaum war der Fahrer wieder da und wir wollten eigentlich zur nächsten Sehenswürdigkeit, brachte er uns zu einer Schneiderei. Wir sind nur ein mal kurz rein, machten eine Runde und sind wieder raus. Draußen erzählte uns der Fahrer dann, dass er Tank-Coupons von den Läden erhält, wenn er Touristen vorbeibringt. Immerhin war er ehrlich. in einem Schmuckgeschäft, wo er uns später noch hinbrachte, kauften wir aber tatsächlich einen wunderschönen Ring für mich. =)

Wat Arun

IMG_0154Wir wechselten vom Tuk Tuk in ein Boot und machten eine kurze Überfahrt auf dem Chao Phraya, um zum Wat Arun zu kommen. Dieser Tempel sah sehr alt aus, war dafür überall verziert, bei jedem Blick hat man ein anderes Detail gesehen. Es ist wirklich unglaublich, wie die dies damals gebaut haben. Ich scheute mich erst etwas, ganz nach oben zu gehen, denn die Treppen waren mega steil. Aber ich hab es geschafft und wurde wieder mit einem tollen Ausblick belohnt.

Floating Market

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Zurück zum Bootsanleger sollte es zum Floating Market gehen. Vor allem Eric war hier drauf sehr gespannt, wurde allerdings derb enttäuscht. Denn anstatt den Kanal voll mit kleinen Booten, die ihre Waren an den Mann bzw. der Frau bringen wollen, haben wir nur 2 Händler gesehen. Uns wurde gesagt, dass das Wetter zu schlecht sei. Klar, es regnete zwischendurch und der Wellengang war auch nicht ganz ohne, wenn man bedenkt, wie klein diese schwimmenden Märkte sind.

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Wat Po – Sleeping/Reclining Buddha

Endlich zu meiner Hauptattraktion. Also für mich war dies eindeutig der schönste Tempel, der mich auch am meisten beeindruckt hat. Ihr müsst wissen, dass die Tempel alle mitten in der Stadt sind und teils riesige Anlagen sind. Da man in heilige Stätten nur mit langer Bekleidung rein darf, hatte ich für den Sightseeing-Tag eh eine dünne, aber lange Hose an und über dem Tanktop einen Bolero. Bei der Kleidungskontrolle, ja da steht am Eingang ein Mann und weißt dich daraufhin, dass du dir bitte etwas überzuziehen hast, sah man wohl meine Achseln und auch ich musste einen grünen „Morgenrock“ überziehen. Reclining BuddhaSchuhe aus ist auch überall Pflicht, wenn man in einen Tempel geht. Hier gab es extra Beutel, wo du deine Schuhe reinlegen konntest. Bei den Touristenmassen ist es auch besser, wenn man seine Sachen bei sich behält. Das alles war zwar aufregend, aber faszinierend war dann im Inneren die riesige, vergoldete Buddha-Statue. Der ruhende Buddha liegt hier auf 46m Länge und ist 15m hoch. Die Fußsohlen sind mit Perlmutt bearbeitet. Und einfach alles ist groß, wirkt aber bedächtig. Man betritt den riesigen Saal und man ist sofort leise, bewegt sich langsam und die vielen Menschen um einen herum störten mich überhaupt nicht. Klar, beim Fotografieren dann schon, aber es fühlte sich nicht gedrängt an. RegenWieder raus entledigte ich mich meinem „Kimono“ und wir zogen uns unsere Schuhe wieder an. Wir konnten uns Zeit lassen, denn draußen goß es gerade richtig doll. Aber was soll ich sagen, es war Regenzeit und das war der heftigste Regenschauer, den wir während unseres Urlaub erlebt haben. Nach 10 Minuten war es auch schon vorbei. Wir schauten uns noch auf der restlichen Anlage um und betrachteten die vielen kleineren Statuen und Gebäude.

Zurück zu unserem Tuk Tuk gingen wir an verschiedenen Ständen vorbei. Es roch köstlich und es sah auch sehr lecker aus, aber gegessen haben wir dort nichts.

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Königspalast

Hier waren wir nur auf den öffentlich zugänglichen Wegen und sind nicht direkt in den Palast, der König wohnt hier nämlich gar nicht. Den Eintritt von 500Baht pro Person fand ich auch ein bisschen sehr teuer und ich denke, wir haben dort auch nicht viel verpasst als überall Gold und Buddhas! :p

Wir wollten mal ein bisschen zu Fuß gehen und sind dann gleich an einer Straße gelangt, wo es wieder überall kleine Stände gab. Fruchtsäfte, frische Früchte (Kokosnuss) und Spieße, egal ob Schwein, Rind oder Hühnchen, gab es hier im steten Wechsel. Wir holten uns Schweinegeschnetzeltes und setzten uns in einen Park. Es war wirklich lecker und auch für mich Nicht-Scharf-Esser absolut erträglich. Wir beobachten einen Mann, der Eichhörnchen fütterte. Ich wollte wissen, warum er dies tut, doch er konnte kein Englisch und verstand mich nicht. Wir studierten den Reiseführer und entschieden uns als nächste Station für das Siam Center.

königliche Wachen
Denkmal an den 9. König
Streetfood
Eichhörnchen

Siam Center / Siam Ocean World

Siam Center
Siam Pagorum
Siam Center

Das Siam Center ist eigentlich nur ein riesiges Einkaufszentrum und soweit ich das gecheckt habe, ist das eine Haus für Otto-Normal-Verbraucher und das andere, es hieß Paragon, war etwas exklusiver. Uns zog es in das Kellergeschoss des zweiten Hauses, denn dort ist die Siam Ocean World. Letztendlich nicht viel anders, als das Meeresmuseum oder Ozeaneum hier in Stralsund, aber schön gemacht.

Vertigo

Zurück im Hotel haben wir uns erstmal frisch gemacht, denn zu 20 Uhr hatten wir uns am Vorabend einen Tisch im Vertigo reserviert. Und es war einfach traumhaft. Du sitzt, wie schon den Abend zuvor in der Moonbar, im 61. Stockwerk unter freien Himmel und es ist warm. Ich trug ein ärmelloses Kleid und mir warnicht kalt. Die Luft war klar, kann man nicht von jeder Millionenstadt behaupten, und du hast einen grandiosen Blick über die Stadt. Es ist der Wahsninn, man kann sich daran einfach nicht satt sehen!^^

Ausblick über Bangkok

Das Essen selbst war grandios. Dazu wird es dann aber noch einen extra Restaurant-Beitrag geben.

Nachtmarkt Patpong

Nach dem Restaurant wollte ich noch auf einen der Nachtmärkte gehen, wo es Gewürze, Früchte und andere Leckereien gab. Uns wurden 2 empfohlen. Obwohl die Empfehlung eher dem einen galt, der aber weiter weg war. Wir gingen zu Fuß zur nahegelegenen Patpong Road und dies war zwar ein Nachtmarkt, aber nicht so einer nach meiner Vorstellung. Hier wurde alles angeboten. Schuhe (ich hab mir Schnürrsandalen gekauft), Kleidung, Bilder, Technik (Beats by Dr. Dre Solo für 20€!?). In der einen Straße, waren lauter Bars/Diskotheken und hauptsächlich wurde Eric von den jungen Männern angesprochen, dass wir doch in den Laden kommen sollen. Ich glaube, dass es sich dort um Schwulenbars handelte, denn dort saßen 90% Männer und einige versuchten mit freien Oberkörper weitere Gäste anzulocken. Mit „Pussy Ping Pong“ wird man gerne auch zu Shows eingeladen, warum ich ganz froh sind, dass wir in keinem solcher Schuppen gelandet sind, könnt ihr auf Thaiminator nachlesen.

Im nächsten Beitrag geht es weiter mit der Fahrt nach Koh Larn.

Autor: Uli

Ich bin Uli, eine Hansestädterin mit der Leidenschaft für Wasser. Diese Leidenschaft möchte ich gern zu meinem Beruf machen und studiere nach Landschaftsökologie & Naturschutz (Bachelor) nun Biodiversität & Ökologie (Master) mit der Spezialisierung auf Gewässerökologie. =) Ihr erfahrt hier vieles über mich, mein Leben und was mich so bewegt! Begleitet mich auch auf den sozialen Netzwerken: Twitter | Facebook | Instagram | Google+ | Flickr | YouTube | Pinterest | Foursquare

5 Kommentare

  1. Super umfangreich zusammen gefasst. Da gefühlt meine halbe Verwandtschaft schon in Thailand war und ich es bisher noch nicht geschafft habe, werde ich den Blog mal verfolgen. Mach weiter so!

    LG

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  2. Pingback: open air Restaurant Vertigo, Bangkok | Uli's Welt

  3. Super Blog. Da ich nächstes Jahr auch nach Thailand reisen werde, hilft mir dein Beitrag schon mal ein wenig weiter. Schreib weiter so!

    Antworten
  4. Pingback: Thailand 2013 | Last Night in Bangkok | Uli's Welt

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