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Kuba 2014 | eine weite Anreise

Da das mit dem Internet auf Kuba nicht so klappte, wie ich es mir vorgestellt habe, beginne ich nun – jetzt wo ich wieder im heimischen Deutschland bin – mit meinem Reisetagebuch. Der erste Artikel handelt natürlich von der Anreise und den hatte ich bereits in Havanna vorgeschrieben:

Ich sitze gerade auf meinem Bett im Kohly Hotel in Havanna und denke über meine Anreise nach. Eigentlich hat alles gut geklappt, auch wenn manches etwas komisch war oder anders geplant war.

Air CanadaIn München wurde ich zur S-Bahn gebracht und als ich am Ticketautomaten anstand, wurde mir von einem netten Pärchen angeboten, dass ich auf ihrem Ticket mitfahren könne. Super, gleich mal Geld gespart. Ich war super pünktlich am Flughafen und schaute mich um. Also München ist ein wirklich schöner Flughafen, ist super ausgeschildert, aber es ist eben nur ein Flughafen. Klar kann man dort bestimmt gut shoppen, aber ich will da eigentlich nur in meinen Flieger steigen.

Dallmeyer
Sicherheitskontrolle
Typisch Bayrisch

Bei der Gepäckabgabe dann schwarz auf weiß, was ich den Abend zuvor schon beim Online-Checkin gesehen hab: ich habe einen Platz am Notausgang, das heißt Beinfreiheit ohne Ende, Aufstehen ohne andere Leute zu belästigen und einen Platz am Fenster. Jackpot! BeinfreiheitAllerdings hielt die Freude während des Fluges nicht ganz so an, denn das Fenster war mickrig und ich konnte nur raussehen, wenn ich gaaaanz weit vorgerückt bin. Außerdem war es mega kalt im Flugzeug und ich fand, am Notausstieg war es noch kälter als anderswo. Die Passkontrolle lief auch anders als gedacht, aber mega gut. Denn als ich mich an der ewig langen Schlange anstand, kam eine Flughafen-Mitarbeiterin und meinte, dass man mit neuen europäischen Pässen eine andere Passkontrolle nutzen kann. Ohne Anstehen ging es dann für mich an die automatische Passkontrolle. Pass einscannen und wenn 3 Häckchen aufleuchten, geht die Tür auf, danach die nächste Tür mit dem biometrischen Fotovergleich, ganz nach dem Motto: ob du wirklich richtig stehst, siehst du, wenn die Tür aufgeht.^^ Danach war alles easy peasy, bis auf dass wir alle nochmal zur Passkontrolle am Gate mussten und wir einen Stempel auf unseren Boarding Pass erhielten. Irgendwas muss aber gewesen sein, denn in Toronto wurden wir erneut – diesmal von ca. 7 bewaffneten Polizisten – direkt nach dem Gangway kontrolliert. Schon bisschen komisch, dass die Leute, die neben mir saßen bei Seite gezogen wurden. o_O

Wolken oder Schnee?
Toronto von oben
Eriesee

Der Flug selbst war okay. Aber ich schrieb ja schon mal, dass Fliegen an sich recht langweilig ist. Über Toronto SkylineToronto war ich ne zeitlang echt am Grübeln, ob es sich bei der weißen Decke um Schnee oder Wolken handelt. Letztendlich war es eine dicke Wolkenwand, aber Toronto lag leicht „gezuckert“ darunter. Und der Eriesee war zu gut der Hälfte zugefroren. In Toronto war es außerdem sehr windig, wodurch die Maschine im Landeanflug ziemlich geschwankt hatte. Nach der erfolgreichen Landung wurde von einigen Leuten geklatscht und gejohlt, was ich so zum ersten Mal erlebt hab.

Ich flog mit Air Canada, das Personal war okay, nicht bAir Canadaesonders freundlich und zuvorkommend, wie ich es von Emirates kenne, aber die legen die Messlatte ja auch recht hoch. Das Essen war okay, es gab während des 9-Stunden-Fluges erst Pasta mit Krautsalat, Brötchen und nem weichen Keks, was glaub ich als Kuchen bezeichnet wurde, dann gab es kanadische Brezen und später noch einen Wrap mit Chicken und Smoked Cheese. Was mich aber etwas verwundert hat, war, dass ich auf dem Flug zwischen Toronto und Havanna kein Essen kostenfrei bekommen hatte. Ich hätte zwar etwas kaufen können, aber mindestens 6$ für nen Snack war mir dann zu viel. Das Flugzeug von Kanada nach Kuba war zwar auch Air Canada, aber es war nur ein kleiner regionaler Flieger (2Sitzreihen, Gang, 2 Sitzreihen).

Für die Einreise nach Kanada benötigt man eine Touristenkarte, was so was wie ein Visum ist, und eine Auslandskrankenversicherung. Ich hatte beides zur Hand. Die Touristenkarte hätte man auch im Flugzeug bekommen. Zudem gab es noch einen Zettel, den man für die Einreise ausfüllen musste, den sich aber auch kaum einer angeschaut hat. Die Auslandskrankenversicherung, die ich mir extra in englischer Ausführung besorgt habe, wollte niemand sehen. Dann hieß es Warten, Warten, Warten! Es hat gefühlt Ewigkeiten gedauert bis das Gepäckband mit unseren Koffern bestückt wurde. Ich hatte Hunger, war müde und musste aufs Klo. Außerdem ware es in langer Jogginghose einfach zu warm (ca. 21:30 Uhr). Dementsprechend war ich recht genervt. Ich sah niemanden von unserem Reiseveranstalter, tauschte also Geld um und nahm mir ein Taxi zum Hotel. Dort angekommen, konnte der Rezeptionist nichts mit mir anfangen, ich stand auf keiner Liste und meinen Prof hat er auch nicht gekannt. Es stellte sich heraus, dass ich zum falschen Hotel gebracht wurde. Es gehörte zwar zur Gruppe Bosque, aber ich musste ins Partnerhotel Kohly. Noch mal 4 Minuten mit dem Taxi und ich kam am richtigen Hotel an, sah aber niemanden von meiner Gruppe. Ohne mit mir zu reden, diskutierten die Leute anscheinend, in welches Zimmer ich wohl komme. Irgendwann bekam ich dann eine Zimmernummer und wurde von einer Kommilitonin begrüßt. So kam ich nun nach 18,5 Stunden reisen an und fiel auch recht schnell in den Schlaf.

Warum ich übrigens im Flugzeug am liebsten am Fenster sitze:

Ausblick Mond
Ausblick Mond Sonnenuntergang

 

Autor: Uli

Ich bin Uli, eine Hansestädterin mit der Leidenschaft für Wasser. Diese Leidenschaft möchte ich gern zu meinem Beruf machen und studiere nach Landschaftsökologie & Naturschutz (Bachelor) nun Biodiversität & Ökologie (Master) mit der Spezialisierung auf Gewässerökologie. =) Ihr erfahrt hier vieles über mich, mein Leben und was mich so bewegt! Begleitet mich auch auf den sozialen Netzwerken: Twitter | Facebook | Instagram | Google+ | Flickr | YouTube | Pinterest | Foursquare

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