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#Schweiz2015 – Unser erster Winterurlaub

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Vor 1,5 Monaten war ich mit meinem Verlobten in der Schweiz. Eigentlich eine sehr blöde Zeit dorthin zu reisen, denn aufgrund des Währungsheckmeck mit dem Schweizer Franke und dem Euro wurde unser Urlaub einfach mal ein paar Hundert Euro teurer. Meine Schwägerin Jule Schatz & Icharbeitet momentan als Saisonkraft in einem 4* Hotel in Gstaad und daher wissen wir, dass viele Gäste ihre Buchungen kurzfristig storniert haben. Ist natürlich auch ganz schön krass, wenn das Hotelzimmer aufgrund des Wechselkurses mal eben 70€ mehr pro Nacht (!) kostet. Die Schweiz ist nun mal teurer, dennoch haben wir einiges unternommen und hatten viel Spaß.

Tag 1

Während mein Schatz noch schlief, ging ich in den Hotel-Fitnessraum und testete dort die Geräte. Doch statt den typischen Crosser fand ich dort Sportgeräte, die das Skifahren nachahmten. Dies macht natürlich Sinn, denn wir waren auch im Steigenberger Alpenhotel und Spa. Da steht Wintersport hoch im Kurs. Aufgrund der geringen Gästeanzahl gab es nur ein reduziertes Frühstücksangebot, man erhielt auf Wunsch aber alles, was einem so fehlte. Da meine Schwägerin arbeiten musste, fuhren wir alleine los. Unser Ziel sollte der Glacier 3000 sein. Bei grauem Wetter und diesiger Sicht bezahlten wir 40€ (!) pro Person, um mit dem Lift zu fahren. Die Dame am Schalter fragte noch mal nach, ob wir wirklich nur zu Fuß hoch wollen. Ähm ja!? Die zweigeteilte Fahrt bis zum Gipfel ging recht zügig und man hat ine wirklich tolle Sicht. Auch wenn wir nicht die besten Voraussetzungen hatten, bin ich von den Bergen begeistert. Oben angekommen, mussten wir dann feststellen, dass man dort zu Fuß rein gar nichts machen kann. Sowohl die Hängebrücke zwischen zwei Gipfeln war gesperrt, ebenso die Wanderwege und die Rodelbahn. Die weiteren Lifte waren lediglich für Skifahrer und Snowboarder. Die Dame unten am Schalter hätte wirklich mal sagen können, dass wir dort oben nichts machen können. Naja 80€ für einen schönen Blick. Mit Jule ging es dann zum Eggli – so heißt der Berg – denn dort kann man sehr gut rodeln, bzw. wie die Schweizer sagen „Schlitteln“. Man fährt mit einer Gondel den Berg hinauf und kann sich dort einen normalen Holzschlittel leihen. Nach einer heißen Schokolade ging es dann auf Kufen den Berg hinunter. Mal mehr mal weniger schnell aber mit einer Menge Spaß fuhren wir ins Tal. Um die Schlitten wieder abzugeben, muss man ein ganzes Stück zu Fuß gehen, aber irgendwie ist das bei Schnee auch alles nicht so schlimm. 😉 Nach einem kurzen Aufenthalt im Pool und einem erholsamen Saunagang trafen wir uns dann wieder zum Abendessen. Ein köstliches Mahl gab es im Landhaus. Meine Bewertung auf Tripadvisor nachlesen!

Tag 2

Wir standen früh auf, denn wir hatten eine Mission waren verabredet. Erst ging es in einen Sportladen, wo wir unsere Ausrüstung ausliehen und dann ging es zum Wispile. An diesem Berg werden Ski- und Snowboardkurse durchgeführt und wir 3 Wagemutigen wollten unser Glück auf einem Brett versuchen. Unsere Lehrerin Caro war wirklich geduldig mit uns, aber wir wollten am Anfang einfach zu viel. Wir haben als blutige Anfänger 4 Stunden gebucht, von denen ich vielleicht effektiv 3 Stunden tatsächlich richtig geübt habe. „Wir üben ja erst, da brauch man keinen Helm“ ist ein dummer Satz. Ein sehr, sehr dummer Satz. Denn gerade als Anfänger stürzt man. Ich landete mehrmals auf den Knien, den Popo und auch auf den Hinterkopf. Gerade am Anfängerhügel ist der Schnee so verdichtet, dass es fast wie Eis ist und wenn man dann mit dem Kopf aufschlägt, tut das nicht nur ziemlich weh, sondern man kann sich auch ernsthaft verletzen. Ich glaube, ich hatte zwischendurch eine leichte Gehirnerschütterung, weil ich Kopfweh bekommen hab und mir etwas übel wurde. Ich würde mich nie wieder ohne Helm auf die Piste trauen. Auf einem Snowboard stehen und Haltung bewahren, ist auch ziemlich anstrengend. Ich merkte es schon in den Beinen, mich verließen die Kräfte und ich konnte irgendwann nicht mehr. 2 mal 2 Stunden an unterschiedlichen Tagen hätte einfach viel mehr Sinn gemacht. Eine erneute Schlittel-Tour machte mir im Anschluss so gar keinen Spaß. Bei mir brachte sich der Muskelkater schon breit und ich konnte meine Beine kaum hochhalten, sodass ich mehr stoppte, als das ich fuhr. Zurück im Hotel nahm ich ein heißes Bad zur Entspannung. Abends gab es dann bei Jule zu Hause ein schweizer Fondue. Hier wird der Fondue-Käse in der Pfanne geschmolzen und dann über das Fleisch und Gemüse gegossen. Dies ist ziemlich geil, weswegen Eric & ich dies auch schon daheim nachgemacht haben.^^

Tag 3

Geplagt von tierischem Muskelkater hatte ich keine Lust auf irgendwelche Aktivitäten. Eric ging wieder auf die Piste und wollte seine Snowboard-Skills verbessern. Ich entspannte erst auf dem Zimmer und ging dann in den Pool, zog entspannt ein paar Bahnen. Als Jule Feierabend hatte, fuhren wir nach Saanenmöser. Auf dem Hornberg befindet sich ein Igludorf. Alles aus Eis und Schnee, aber trotzdem gemütlich, so hatte ich den Eindruck vom Dorf. Mit einem Glühwein machten wir es uns gemütlich und genossen bei bestem Wetter die Aussicht. Meine Schwägerin zeigte uns dann noch ein wenig den Ort Gstaad. Nach erneuter Saunanutzung ging es zum letzten Abendessen. Wir aßen im hoteleigenen Restaurant Halte Beiz. Hier haben wir wirklich sehr gut diniert.

Autor: Uli

Ich bin Uli, eine Hansestädterin mit der Leidenschaft für Wasser. Diese Leidenschaft möchte ich gern zu meinem Beruf machen und studiere nach Landschaftsökologie & Naturschutz (Bachelor) nun Biodiversität & Ökologie (Master) mit der Spezialisierung auf Gewässerökologie. =) Ihr erfahrt hier vieles über mich, mein Leben und was mich so bewegt! Begleitet mich auch auf den sozialen Netzwerken: Twitter | Facebook | Instagram | Google+ | Flickr | YouTube | Pinterest | Foursquare

1 Kommentar

  1. Pingback: Doch lieber Ski? | Uli's Welt

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